Miami vice reboot: jordan & butler – ein nostalgischer neustart?
Die Klapplung der klassischen 80er-Jahre-Serie ist endlich Realität: Universal Studios kündigt für 2027 einen neuen ‘Miami Vice’ Film mit Michael B. Jordan und Austin Butler an. Ein nostalgischer Hype, der das Potenzial hat, die Marke wieder in den Fokus zu rücken.
Ein revival mit stil und substanz?
Deadline und The Hollywood Reporter haben die Neuauflage bereits bestätigt: ‘Miami Vice ‘85’ mit Jordan in der Rolle von Tubbs und Butler als Sonny Johnson wird am 6. August 2027 erscheinen. Regie führt Joseph Kosinski, der bereits ‘Top Gun: Maverick’ mit Bravour gemeistert hat. Ein Name, der ein gewisses Maß an Erwartungshaltung erzeugt – und das zurecht.
Es ist eine kühne Entscheidung, sich dem Stoff des Originals zu nähern, insbesondere angesichts des bereits existierenden Films von 2006, der – trotz anfänglicher Kritik – mittlerweile als ein stilprägendes Noir-Drama gilt. Dieser Reboot versucht, sich von der bloßen Kopie zu distanzieren und stattdessen eine eigene, authentische Interpretation zu liefern. Die Prämisse ist simpel, aber verlockend: Eine Rückkehr in die pulsierende Atmosphäre der 80er, geprägt von schattigen Alleys, schnellen Booten und natürlich den unverzichtbaren Mojitos.

Die machos und die atmosphäre
Die Besetzung allein – Michael B. Jordan und Austin Butler – verspricht eine explosive Mischung aus Coolness und Charisma. Kosinskis Regie, bekannt für seine dynamischen Kameraeinstellungen und seinen Fokus auf männliche Figuren in kritischen Situationen, könnte dem Film eine einzigartige visuelle Handschrift verleihen. Es wird erwartet, dass der Film die Atmosphäre des Originals einfängt, aber gleichzeitig auch neue Elemente hinzufügt, um ein modernes Publikum anzusprechen.
Die Erinnerung an den ikonischen Opener mit Jay-Z und Linkin Park ist natürlich präsent. Doch sollte ‘Miami Vice ‘85’ nicht versuchen, diesen Maßstab zu erreichen, sondern stattdessen seine eigene Identität zu finden, könnte dies ein überraschend erfolgreiches Projekt werden. Die düstere Ästhetik, die Michael Mann in seinen Werken so prägt – die noir-haften Schatten, die schnellen Autos und die unerbittliche Energie – sind ein Schlüssel zum Erfolg. Es ist ein Film mit Potenzial, mehr zu sein als nur ein weiterer Reboot.
Letztendlich ist es die Frage, ob das Casting aus Top-Stars und die Regie von Kosinski genügend Substanz liefern, um den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Es ist ein Risiko, aber eines, das sich lohnen könnte. Die Ferrari, die Top-Down-Fenster und Phil Collins im Hintergrund – das klingt nach einem Film, der sich sehen lassen hat. Und das, ohne einen Hauch von Selbstzufriedenheit.
