Hochzeitstraum oder albtraum? netflix-thriller polarisiert
Ein Hochzeitsvorbereitungen sollten Freude bereiten, doch in Netflix' neuer Serie „Something Very Bad Is Going to Happen“ bahnt sich ein beklemmendes Gefühl an. Die düstere Horror-Mystery, entstanden aus der Feder von Showrunnerin Haley Z. Boston und den bekannten Duffer Brothers, hat bereits für hitzige Diskussionen gesorgt – und das aus gutem Grund.
Ein beunruhigender vorbote des „ja“-wortes
Im Zentrum der Handlung steht Rachel, brillant verkörpert von Camila Morrone, die in den Tagen vor ihrer Hochzeit mit Nicky (Adam DiMarco) von einem unheimlichen Gefühl der Vorahnung geplagt wird. Ein Gefühl, das sich kaum in Worte fassen lässt, aber dennoch unerbittlich nagt. Wer kennt das nicht? Diese quälende Ungewissheit, die einem das Lachen bitter werden lässt? Ich persönlich (als unverheirateter Beobachter) kann zumindest nicken.
Die Serie inszeniert eine Atmosphäre des Unbehagens durch Jump Scares, surrealistische Bilder und eine Prise allgemeiner, schwer greifbarer Seltsamkeit. Einzigartig ist sie allemal, auch wenn das Thema „Kaltfuß vor der Hochzeit“ bereits in Filmen wie „The Drama“ behandelt wurde. Morrone scheint mit dieser Rolle einen entscheidenden Karriereschub zu erleben, nachdem sie zuvor in „The Night Manager“ und „The Age of Innocence“ zu sehen war.

Wird es eine zweite staffel geben?
Die Frage, die den Fans derzeit auf den Lippen brennt: Wird „Something Very Bad Is Going to Happen“ um eine zweite Staffel erweitert? Bisher gibt es von Netflix keine offizielle Bestätigung, doch die Gerüchte halten sich hartnäckig. Boston selbst deutete in Interviews an, dass die Serie ursprünglich als Limited Series konzipiert war. Dennoch bleibt sie offen für die Möglichkeit, eine neue Geschichte zu erzählen, eine andere Form der existenziellen Angst zu erforschen. „Es könnte eine völlig andere, sehr schlechte Sache sein“, so Boston gegenüber ScreenRant. Sie spricht sogar davon, Rachel in der Zukunft wiederzusehen, was jedoch eine komplett neue Erzählung erfordern würde.
Obwohl die Serie als abgeschlossen gilt, lässt die Erfolgswelle die Hoffnung auf eine Fortsetzung aufleben. Schließlich hat bereits eine andere „Limited Series“, Shōgun, bewiesen, dass diese Formate durchaus ein zweites Leben führen können. Bis dahin bleiben den Zuschauern acht spannungsgeladene Episoden, die für einige vermutlich ein Leben lang ausreichen werden.
