Anne hathaway entführt in eine verstörende pop-star-odyssee – ‘mother mary’ ist ein einziger wahnsinn
Anne Hathaway liefert in ‘Mother Mary’ eine der wildesten und unkonventionellsten Filmrollen ihrer Karriere. Die Schauspielerin verkörpert eine Weltberühmte Popstar, die in einer bizarre, psychosexuellen Beziehung mit ihrer ehemaligen Kostümerzuchterin verstrickt ist – und das Ergebnis ist schlichtweg verstörend.
Ein blick hinter die kulissen des wahnsinns
Neben Hathaway brillieren Michaela Coel und Hunter Schafer in diesem schillernden, aber auch zutiefst beunruhigenden Projekt. Hathaway selbst sticht durch eine Reihe von atemberaubenden Looks und eine überraschende Gesangskarre hervor, die das Publikum sofort in ihren Bann zieht. Die Leistungen sind schlichtweg beeindruckend – und lassen nicht umhin, sich zu fragen, was genau hier vor sich geht.
Die Filmkritik ist gespalten: Während manche die experimentelle Ästhetik und die provokanten Themen loben, werfen andere Bedenken hinsichtlich der Darstellung sexueller Beziehungen auf. Hathaway liefert aber eine Performance, die sowohl faszinierend als auch erschreckend ist.

Von ‘black swan’ bis zum ‘lady gaga’-traum
Die Begeisterung für Hathaway ist unüberhörbar – sie wird bereits mit einer Lady Gaga-ähnlichen Pop-Star-Karriere verglichen. Der Soundtrack, maßgeblich von Charli XCX, FKA twigs und Jack Antonoff produziert, ist ein absolutes Highlight. Die Musik trägt maßgeblich zur surrealen Atmosphäre des Films bei und sorgt für einen unvergesslichen Soundteppich.
Doch die Auseinandersetzung mit der Popkultur ist nicht das Einzige, was ‘Mother Mary’ auszeichnet. Die Darstellung von Macht, Obsession und Identität ist komplex und vielschichtig. Michaela Coels Figur, die Hathaway mit einer bedrohlichen Drohung – ‘Du bist ein Tumor’ – konfrontiert, ist ein Moment purer, ungeschönter Intensität.
Die visuelle Inszenierung ist schlichtweg grandios: Von den extravaganten Kostümen über die verstörenden Choreografien bis hin zu den surrealen Traumsequenzen – ‘Mother Mary’ ist ein visuelles Feuerwerk. Hunter Schafer überzeugt dabei als eine der vielen schillernden Figuren in diesem bizarren Universum. Die Diskussion um das Design eines bestimmten Kleidungsstücks, das an Miranda Priestly aus ‘Der König von Hollywood’ erinnert, sorgt für zusätzliche Gesprächsstoff.
Und dann die Details: Hathaway singt tatsächlich! Die Performance ist nicht chartreif, aber dennoch ein beeindruckendes Zeichen ihrer Vielseitigkeit. Die Anspielungen auf ‘The Craft’ und die Diskussion um das Eigentum an einem Kleidungsstück – wer besitzt es wirklich, der Designer oder der Träger? – verleihen dem Film eine zusätzliche Ebene der Komplexität.
‘Mother Mary’ ist ein Film, der den Zuschauer herausfordert und zum Nachdenken anregt. Es ist ein dunkles, verstörendes, aber auch unglaublich fesselndes Erlebnis – und ein Beweis für die schauspielerische Brillanz von Anne Hathaway.
