Moore schottet ab – und lässt die haar-transformationen revue passieren
Demi Moore hat Cannes im Wandel kaum noch wiedererkennbar. Die ikonische, ravenfarbene Mähne, die sie so prägend gemacht hat, ist Geschichte. Stattdessen präsentierte die Schauspielerin bei der Filmfestspiele eine elegante Lob – eine Länge, die in ihrer langen Karriere für Aufsehen gesorgt hat.
Von der pixie bis zum ballett: moore’s haar-evolution
Über Jahrzehnte hinweg hat Moore keine Scheu vor radikalen Veränderungen. Ob der scharfe Pixie-Cut in Ghost, der G.I. Jane-Buzz-Cut oder bunte Bowl-Cuts – sie hat alles ausprobiert. Sogar die opulenten Up-Dos der Bratpack-Ära zeugen von ihrer Bereitschaft, sich neu zu erfinden. Besonders ihre extrem langen Tresses in The Substance, die sie mit obsessiver Sorgfalt pflegt, spiegeln die komplexen Themen Weiblichkeit, Jugend und Macht wider.
Doch die neue Längde, ein 15 Zentimeter kürzerer Look als die Croisette-Mane, ist ein deutlicher Bruch mit ihren früheren Experimenten. Ihr Haustochte Dimitris Giannetos – bekannt für seine Arbeit mit Größen wie Kim Kardashian und Amal Clooney – setzte auf Kérastase Chronologiste und Elixir Ultime, um dem Lob einen seidigen Glanz und messerscharfe Dimensionen zu verleihen. Giannetos nannte den Stil treffend “De-Marilyn Bob” – eine Anspielung auf den klassischen Bob, der Moore so unsterblich gemacht hat.

Ein neuer stil – eine neue ausrichtung
Die Make-up-Ästhetik, von Raoul Alejandre kreiert, folgte dem bewährten Glamour von Moore. Gespülte Wangenknochen, ein zartes Rosé-Blush und definierte Augenbrauen bildeten das Fundament. Doch anders als bei früheren Auftritten, insbesondere in Cannes, verzichtete Moore auf übertriebene, feminin-konstruierte Looks. Stattdessen schritt sie in die Richtung der Body-Contouring-Silhouetten, die auf dem Laufsteg von Demna für Gucci zur Schau gestellt wurden – eine zweite-Skin Lederjacke, eng anliegende Hosen und ein auffälliges Swarovski-Statement.
Pilaf, ihre Mini-Chihuahua, komplettierte den Look. Ein deutlicher Abklang von den oft theatralischen Accessoires, die Moore in der Vergangenheit bevorzugte. Es scheint, als hätte sich Moore für diese Gucci-Show bewusst für eine andere Richtung entschieden – eine, die weniger auf monumentale Weiblichkeit und mehr auf eine minimalistische, fast schon androge Betätigung setzt. Die De-Marilyn Bob ist dabei ein deutliches Zeichen dieser Transformation.
