Diana ross: eine diva, die trends prägte – und das mit 82!

Sie ist eine Ikone, eine Stimmgewalt, ein Stilikone: Diana Ross feiert heute ihren 82. Geburtstag. Doch ihre Karriere ist mehr als nur eine Sammlung von Hits; sie ist eine Chronik der sich wandelnden Schönheitsideale und ein Spiegelbild der Popkultur der letzten sechs Jahrzehnte. Wer dachte, ein Leben im Rampenlicht sei einfach, der sollte Diana Ross einmal eine Frage stellen.

Die frühen jahre: von detroit zur broadway-star

Schon als Kind in Detroit wusste Ross, dass sie auf der Bühne stehen wollte. Der Besuch des fünf-und-dime-Geschäfts für Maybelline New York’s schwarzen Augenbrauenstift war nicht nur ein jugendlicher Spaß, sondern ein erster Schritt in eine Welt voller Glamour und Selbstinszenierung. Ihre Ausbildung zur Kosmetikerin im Teenageralter, das Üben von Frisuren an sich selbst und den Nachbarinnen – all das waren wertvolle Vorbereitungen für den Ruhm, der kommen sollte. Aber es war der Durchbruch mit The Supremes, der Ross’ Look – insbesondere ihre Frisur und die üppigen Wimpern – und ihre Fähigkeiten auf eine neue Ebene hob.

Die 60er Jahre brachten eine Abfolge faszinierender Looks hervor: von einem kinnlangen Bob mit verspielten Spitzen und dicker frans bis hin zu einer gigantischen, hochgesteckten Bouffant-Frisur mit Cut-Crease-Smoky-Eyes und blassen Lippen. Der Charme der Frontfrau war unbestreitbar.

Die solokarriere und der aufstieg des disco-zeitalters

Die solokarriere und der aufstieg des disco-zeitalters

Mit ihrem ersten Soloalbum „Reach Out and Touch (Somebody’s Hand)“ und der Nummer-Eins-Single „Ain’t No Mountain High Enough“ im Jahr 1970 begann Ross, ihre natürliche Lockenpracht zu zelebrieren. Die „größer-ist-besser“-Haare, egal ob offen oder hochgesteckt und mit Accessoires verziert, kombiniert mit irisierenden Augen und glänzenden Lippen, brachten dramatische Akzente auf die Bühne und halfen, das Disco-Zeitalter einzuleiten. Der Film „Mahogany“ aus dem Jahr 1975, in dem sie als aufstrebende Modedesignerin Tracy Chambers glänzte, war ein besonderer Höhepunkt – mit ihrer gefühlvollen Sopranstimme, den selbst entworfenen Kostümen und dem markanten, türkisfarbenen Afro.

1980 katapultierte Ross sich mit dem Dancefloor-Hit „I’m Coming Out“ nicht nur in neue Höhen, sondern wagte auch den Sprung zu den trendigen, gesättigten Lidschatten und dem dramatischen Rouge der 80er Jahre. Die Entscheidung, ihre natürliche Locke zu betonen, wurde zu ihrem Markenzeichen.

Von pixie-cut bis met gala: ein leben voller experimente

Von pixie-cut bis met gala: ein leben voller experimente

Auch in den folgenden Jahrzehnten hat Ross ihre innere Diva entfesselt und die Bühne weiterhin mit ihren markanten Locken und dem auffälligen Augen-Make-up bereichert. Ein blondes Pixie-Cut bei den World Music Awards 1996 und eine königsblaue Frisur bei den BAFTAs 1997 zeugen von ihrem unerschrockenen Umgang mit neuen Trends. Der jüngste Auftritt auf dem Met Gala 2023 nach über zwei Jahrzehnten – in einem funkelnden weißen Kleid mit einem 18 Fuß langen Zug, entworfen von Ugo Mozie, das die Namen ihrer fünf Kinder und acht Enkelkinder trug – unterstreicht ihren Status als zeitlose Ikone. Das lilafarbene Make-up war dabei ein perfekter Vorgeschmack auf ihr zweites Ensemble des Abends: ein schwarzes und violettes Paillettenkleid mit Tüll, das sie selbst entworfen hat.

Es ist kein Zufall, dass auch ihre Tochter, Schauspielerin und Unternehmerin Tracee Ellis Ross, die Schönheit ihrer Mutter in ihr aufgenommen hat. „Ich habe viel Zeit im Schminkkoffer meiner Mutter verbracht, während sie sich selbst ihre Haare und ihr Make-up gemacht hat“, so Tracee Ellis Ross gegenüber Vogue Beauty Secrets. „Meine Mutter ist so selbstständig im Umgang mit Schönheit, und ich glaube, das hat so viel von dem geprägt, was ich glaube. Ich finde, dass jede Person in der Lage sein sollte, ihr schönstes Selbst zu entdecken und sich in ihrem eigenen Badezimmer schön zu fühlen.“

Diana Ross’ Vermächtnis ist mehr als nur Musik und Glamour; es ist eine Einladung, die eigene Individualität zu feiern – und das mit Stil und Selbstbewusstsein. Die Queen of Motown hat bewiesen: Es braucht Zeit, eine Diva zu werden – aber die Mühe lohnt sich.