Rimowa: der weg zum perfekten reisegepäck
Ein guter Reisekoffer ist der erste ernsthafte Schritt in die Erwachsenenwelt. Nach einigen Wochen bei Kickstarter-Löwen (kühle, günstig, zersetzt sich nach Wochen) lernt man, dass langfristige Investitionen in Fachleute lohnen. Sie kosten vielleicht ein bisschen (viel) mehr als die schnelle Alternative, aber sie zahlen sich in hohem Maße zurück.

Rimowa: die perle des deutschen koffers
Als ich kürzlich das Rimowa-Fabrik in Köln besuchte, um zu sehen, wie die legendären Aluminium-Koffer entstehen, fiel mir auf, dass es eindeutig ein deutsches Unternehmen ist, das die Funktionale Ingenieurskunst als Luxusform versteht. Silent Wheels und robuste Konstruktion geschehen nicht von selbst.
Rimowa ist ein Unternehmen, das sich 1937 durch die Einführung des leichten, aber nicht gerade rígiden Aluminiums aus der Tradition absetzte. Das Material war großartig für Flugzeuge und großartig für Reisen, aber es fehlte an Dimensionstabstärke. 1950 kam die Lösung, indem Rimowa Parallelrinnen in die Aluminium-Schicht stampfte, um torsionale Stabilität und eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer zu erreichen.
Seitdem produziert Rimowa seine Signatur-Aluminium-Reisegepäck immer noch ähnlich wie in den 50er Jahren, jedoch mit moderner Maschinerie. Die einzigartige Wellenstruktur wird durch die Prägung von flachen Platten mit industriellen Tiefprägemaschinen und anschließender Biegung in den Anfängen einer Kofferform erreicht. Danach werden die beiden Hälften mit Schrauben – ähnlich wie bei einem Flugzeug – an den wichtigen Stresspunkten zusammengefügt. Aber es ist nicht nur die Maschine, auch die Handwerkskunst spielt hier eine kritische Rolle.
Bevor die beiden Hälften eines Koffers perfekt aufeinander abgestimmt werden, fällt die entscheidende Minute, die bislang noch nicht automatisiert werden konnte. Zur optimalen Verbindung der Kofferhälften bedarf es geschulten Handwerks und eines scharfen Hammers, um die Koffer sorgfältig zu
