Bodyguard-skandal bei lollapalooza: popstar chappell roan im kreuzfeuer
Ein vermeintlicher Vorfall während eines Hotelaufenthalts in Brasilien hat für Aufsehen gesorgt und die Karriere der aufstrebenden Pop-Sängerin Chappell Roan gefährdet. Ex-Fußballer Jorginho erhob schwere Vorwürfe gegen den Bodyguard der Künstlerin, was zu einer hitzigen Debatte und sogar einem Ausschluss von einem Festival führte – zumindest vorübergehend.
Ein tweet entfacht die kontroverse
Der Auslöser war ein Instagram-Post von Jorginho, dem Ehemann der Sängerin Catherine Harding und ehemaliger Arsenal-Profi. Er beschrieb eine „zutiefst beunruhigende Situation“, in der der Bodyguard seiner 11-jährigen Stieftochter, Ada Law (Tochter von Jude Law), „auf äußerst aggressive Weise“ begegnet sei. Das Kind soll durch den Vorfall „stark erschüttert“ und in Tränen aufgelöst worden sein. Der Vorfall ereignete sich während eines Frühstücks im Hotel vor Roans Auftritt beim Lollapalooza Festival in Brasilien.

Bürgermeister greift hart durch
Die Situation eskalierte, als der Bürgermeister von Rio de Janeiro, Eduardo de Costa Paes, auf Jorginhos Post reagierte und verkündete, Chappell Roan werde „niemals wieder“ bei seinem Festival „Todo Mundo no Rio“ auftreten. Ein ungewöhnlicher Schritt, der die Kontroverse weiter anheizte. Paes spielte dabei auf die Sängerin Shakira an und fragte rhetorisch: „Würde Shakira so etwas tun?“

Roans sicht der dinge: „ich habe nichts gesehen“
Chappell Roan selbst reagierte darauf mit einem Video auf Instagram, in dem sie ihre Version der Ereignisse darlegte. Sie betonte, dass der betreffende Bodyguard „nicht ihr persönlicher Sicherheitsdienst“ sei und sie die junge Ada Law überhaupt nicht bemerkt habe. „Ich habe niemanden gesehen, der auf mich zugesprochen hat. Ich saß einfach beim Frühstück im Hotel.“, erklärte Roan und distanzierte sich vehement von den Vorwürfen. Sie betonte, sie hasse weder Fans noch Kinder und bedauerte, dass das Kind durch die Situation „unangemessen behandelt“ worden sei.
Die mutter meldet sich zu wort
Catherine Harding widersprach Roans Darstellung und gab an, dass der Bodyguard sich in einem „aggressiven Ton“ verhalten und seine Tochter „beraten und tadeln“ wolle, nachdem Ada Law die Sängerin entdeckt hatte. Sie räumte ein, dass ihre Tochter nichts unternommen habe, sondern lediglich Roan angesehen und ihr ein Lächeln geschenkt habe. Harding äußerte Zweifel, ob Roan selbst den Bodyguard entsandt habe, mahnte aber, dass Prominente eine Verantwortung dafür tragen müssten, wie ihre Mitarbeiter agieren.
Die Angelegenheit wirft ein Schlaglicht auf die Balance zwischen Sicherheit und dem Umgang mit Fans, insbesondere wenn Kinder involviert sind. Während die Vorwürfe gegen Roans Bodyguard schwerwiegend sind, bleibt die Frage, inwieweit die Sängerin selbst für dessen Handlungen verantwortlich gemacht werden kann. Die Fans sind gespannt auf weitere Entwicklungen.
Ein festival-ausschluss als vorübergehende maßnahme?
Ob der Ausschluss von Chappell Roan vom „Todo Mundo no Rio“ Festival dauerhaft ist, bleibt abzuwarten. Der Fall zeigt, wie schnell eine Auseinandersetzung im Netz eskalieren kann und welche Konsequenzen dies für die Karriere einer Künstlerin haben kann. Die Klärung der Faktenlage und die Verantwortlichkeiten werden entscheidend sein für den weiteren Verlauf dieser ungewöhnlichen Angelegenheit.
