Prada-mode-comeback: molly rogers enthüllt die geheimen stoffe des erfolgs
Die Fans müssen noch eine Woche warten, bis The Devil Wears Prada 2 endlich in die Kinos kommt – aber die Vorfreude wird belohnt: Costume-Designerin Molly Rogers hat verraten, welche extravaganten Looks die ikonischen Figuren erwarten. Ein Blick hinter die Kulissen des neuen Films.

Rogers' vision: mehr als nur ein wiedersehen
Nach ihrer Arbeit an Patricia Fields‘ Kostümen für den ersten Film im Jahr 2006 wusste Rogers von Anfang an, dass sie die richtige Person für die Aufgabe war. „Es hilft ungemein, diese historische Perspektive zu haben“, erklärt sie. „Es fühlte sich an, als würde man wieder in ein Sommercamp zurückkehren, mit Menschen, die man vermisst hat.“
Der Auftrag für den neuen Film war klar: Die Energie und der Look des Originals zu erweitern, aber gleichzeitig etwas völlig Unerwartetes zu liefern. „Das DNA des ersten Films ist so stark“, so Rogers. „Ich wollte meine eigene Perspektive einbringen.“
Die schillernden Charaktere boten eine reiche Grundlage. Für Miranda Priestley, gespielt von Meryl Streep, ging es von Anfang an um sofortige Macht und Stärke. Rogers wünschte sich Outfits, die diese Aura unmissverständlich vermittelten. „Bei einer so starken Frau wie Miranda braucht es keine überbordenden Verzierungen… Mit einer Schauspielerin wie Meryl Streep muss man sie nicht überladen.“
Ein Detail, das die Medien in Aufruhr versetzt hat: Die berüchtigten Valentino Rockstud-Schuhe, die Miranda in der ersten Teaser-Szene trägt. Rogers selbst war nicht an ihrer Auswahl beteiligt. „Ich war nicht dabei, als diese Schuhe geschossen wurden, und sie wurden einfach aufgesetzt. Ich fand, dass sie nicht zur Figur passen, aber die haben die Optik geliebt. Als ich dann diesen ganzen Hype sah, dachte ich: ‚Ich bin unschuldig!‘“
Die Kostüme für Emily Charlton, gespielt von Anne Hathaway, waren ebenso beeindruckend. „Charltons Figur ist so schlagfertig, und ihre Kostüme mussten den gleichen Biss wie im ersten Film haben“, erklärt Rogers. „Wir sind den ganzen Tag in Century 21 gewesen und haben Vivienne Westwood, Rick Owens und Margiela entdeckt.“
Für Andy Sachs, verkörpert von Emily Blunt, lag der Fokus auf einem etwas zurückhaltenderen, aber stilvollen Look. Rogers beschreibt Andys Entwicklung: „In dem ersten Film ist Andy ein Außenseiter, aber in der Fortsetzung ist sie eine Weltreisende, weil sie Reporterin ist. Sie hat sich auch nicht komplett vom Modebusiness abgewandt, weil sie aus New York kommt.“ Sie sah Andy in modernen Geschäftskleidern, die sie in Secondhand-Läden kurierte – Blazer und Krawatten in schlichter Eleganz. „Pats ursprüngliche Inspiration für Andrea, ganz am Rand des Raumes, war Annie Hall“, verrät Rogers.
Was die Produktion des Blockbusters auszeichnete, war das beträchtliche Budget, das es ermöglichte, wirklich großartige Looks zu kreieren – ein deutlicher Gegensatz zur finanziellen Situation des ersten Films. „Im ersten Film gab es Designhäuser, die sich nicht beteiligen wollten“, so Rogers. „Herr Valentino war der erste Designer, der sagte: ‚Was auch immer Sie brauchen, ich stehe Ihnen zur Verfügung‘.“
So viele glamouröse Outfits wurden für den Nachfolger entworfen, dass einige davon schließlich den Weg ins Endprodukt nicht fanden – darunter ein maßgeschneiderter Dior-Look für Blunt’s Figur, entworfen von Jonathan Anderson. Ein persönlicher Höhepunkt für Rogers war die enge Zusammenarbeit mit allen Cast-Mitgliedern, um ihre Garderobe zu gestalten. „Wenn ein Schauspieler mitmacht und niemand Angst hat, eigene Ideen einzubringen, dann entstehen bessere Outfits und ein besseres Film.“
Und was ist mit den A-Listern, die mit ein paar Souvenirs vom Set gingen? „Meryl Streep hat etwas angefragt, als sie ging“, erinnert sich Rogers. „Ich weiß nicht, was genau.“
Sie müssen den Film selbst sehen, um das Rätsel zu lösen. Die vollständige Interview mit Rogers finden Sie in der heutigen Folge von The Run-Through.
