Lvmh – luxuskrise? verkaufsplus, aber dior und mode drohen

Paris – Der französische Gigant LVMH, traditionell als Barometer für die Luxusbranche betrachtet, meldete am Montag einen organischen Umsatzwachstum von 1 % auf 19,12 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026. Doch hinter der positiven Zahl verbirgt sich eine Zerrissenheit: Während die umsatzbringende Moden- und Lederwarengruppe um 2 % zurückging, konnten die Zahlen deutlich hinter den Erwartungen der Analysten liegen.

Dior und mode – ein fragiles fundament

Bernstein-Analyst Luca Solca mahnte: „LVMH hat eine bessere Quartalsdarstellung als im vierten Quartal 2025 verzeichnet. Aber das reicht kaum aus, um Investoren davon zu überzeugen, die Hand aus dem Ärmel zu werfen.“ Cécile Cabanis, CFO des Unternehmens, machte deutlich: Louis Vuitton und diorstehen dicht beieinander, wobei Louis Vuitton widerstandsfähiger ist als der durchschnittliche Bereich. dior hingegen hat sich deutlich verbessert. Loro Piana wächst weiterhin zweistellig, Rimowa übertrifft den Durchschnitt und die restlichen Marken liegen hinter dem Niveau des gesamten Bereichs.

Nahost-konflikt als wachstumbremse

Nahost-konflikt als wachstumbremse

Der Konflikt im Nahen Osten traf die Zahlen massiv: Organisches Wachstum wurde um rund 1 % reduziert, hauptsächlich aufgrund eines Nachfragerückgangs von 30 % bis 70 % in den betroffenen Einkaufszentren. Die Region trägt 6 % zum Gesamtumsatz bei, für die Moden- und Lederwarengruppe sogar etwas mehr. Cabanis betonte: „Als der Konflikt begann und im März, gab es einen Mangel und eine Verschlechterung der Nachfrage.“ Ein Blick auf die regionalen Zahlen zeigt: Europa und Japan sanken um 3 %, während die USA um 3 % wuchsen – ein starkes Plus von 7 % im Rest Asiens, getrieben durch das chinesische Neujahrsfest. Lokale chinesische Ausgaben stiegen, und der Tourismus aus China verbesserte sich zwar, blieb aber negativ.

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Schlüssellinien waren Watches & Jewelry mit einem Wachstum von 7 %, angetrieben durch den „ausgezeichneten Erfolg“ von Tiffany’s und Bulgari. Parfüms und Kosmetik blieben flach, während Selective Retailing (inklusive Sephora) um 4 % stieg. Der Wein- und Spirituosenbereich verzeichnete einen Zuwachs von 5 % – vor allem dank des starken Starts des Champagnergeschäfts in Europa und des chinesischen Neujahrsfestes für Cognac. Cabanis schloss mit Optimismus: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt, auch wenn wir uns in einer Phase der Volatilität befinden. Wir sind zuversichtlich, dass wir eine gute Reaktion auf unsere Initiativen erhalten haben und weiterhin darauf fokussieren werden.“

Konkurrenz im blick

Die Quartalsergebnisse von Kering und Hermès werden diese Woche folgen. Moncler wird am 21. April, Prada am 30. April, Burberry am 14. Mai und Richemont am 22. Mai berichten. Die Situation bleibt angespannt, und die Luxusbranche muss sich an die veränderten Konsumgewohnheiten anpassen.