Französische leichtigkeit: der haarmode-trend, der uns alle umdenken lässt
Die Vorliebe für den französischen Girl-Look ist ungebrochen – von zarten Lippenfarben bis zu den ikonischen, weiten Haarschnitts. Treehouse Studio-Gründer Travis Ogletree hat die Inspiration auf Paris Fashion Week geschnappt und eine neue Haarcolorierungstechnik entwickelt: der ‘French-Girl-Highlight’. Es ist mehr als nur ein Hauch von Farbe.
Das geheimnis des subtilen glanzes
Ogletree beschreibt es als ‘low-maintenance’ – kaum verwunderlich, da er ja in Los Angeles ansässig ist. Es ist eine vereinfachte Version seines bereits bekannten California-Highlight-Systems. Dabei geht es um einen kaum wahrnehmbaren, federleichten Schein von Farbe, der sich sanft auslässt. Die Technik, anders als die traditionelle Balayage, setzt gezielt Folien ein, um ein gleichmäßiges, fast unmerkliches Aufhellen zu erzielen.
‘Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass man ständig nachleuchten muss,’ erklärt Ogletree. ‘Es ist eine Intention von Anfang an, die sich organisch entwickelt. Wir sind eher wie beim Post-Production-Editing – wir retuschieren, ohne die Szene komplett neu zu gestalten.’

Celebrity-stylisten bestätigen den trend
Auch Jeremy Cohen, ein renommierter Colorist aus New York City, der unter anderem Jennifer Lopez und Michelle Williams arbeitet, setzt auf diese entspannte Methode. ‘Es ist die Platzierung der Highlights, die zählt,’ so Cohen. ‘Wie die natürlichen Highlights, die man in der Sonne bekommt, als Kind. Sie sind subtil, aber wirkungsvoll.’ Er betont, dass diese Technik besonders gut für braune Haare funktioniert und einen ‘glänzenden, aufgeräumten und teuren’ Look erzeugt – ein fast schon spielerisches, natürliches Ergebnis.
Ogletree unterstreicht, dass die Schönheit dieser Coloration darin liegt, dass sie sich mit Ihnen verändert, anstatt Sie an starre Pflegepläne zu binden. Selbst Dunkelhaarige, die nur einen Hauch von Licht suchen, und Blondinen, die nach Weichheit verlangen – fast jeder ist ein Kandidat für den ‘French-Girl-Highlight’. Es geht um den Effekt, nicht um den Ausgangspunkt. Das Haar wird aufgehellt, ohne die Identität zu stark zu verändern und passt zu jedem Haartyp.
Die Wahrheit ist: Man bemerkt es kaum. ‘Es ist, als hätte sie ihr Haar nicht selbst gefärbt,’ resümiert Ogletree. ‘Es strahlt eine kindliche Zartheit aus, die universell ansprechend ist und keine ständige Aufmerksamkeit erfordert.’ Ein subtiler Geniestreich, der uns alle dazu bringt, zu fragen: ‘Ist das überhaupt Farbe?’
