Wände reden lassen: so hauchen designer ihren räumen neues leben ein

Die eigenen vier Wände – oft ein Spiegelbild von Gewohnheiten und Bequemlichkeit. Nach der Einrichtung mit dem Nötigsten – Teppich, Sofa, Bettwäsche – bleibt die Wandgestaltung oft auf der Strecke. Doch wer jetzt ein wenig Zeit und Mut investiert, kann mit Tapeten wahre Wunder vollbringen. Ein Blick auf die neuesten Trends und die Geheimtipps von Innenarchitekten.

Der trend: statement-tapeten für mehr persönlichkeit

Der trend: statement-tapeten für mehr persönlichkeit

Es ist kein Geheimnis: Wände sind mehr als nur Flächen zum Aufhängen von Bildern. Sie sind Leinwände für die Persönlichkeit. „Items verlassen sich auf einen starken Hintergrund oder ‚Umschlag‘“, erklärt Oliver Furth, Innenarchitekt aus Los Angeles. „Nichts verwandelt einen Raum mehr als ein guter Umschlag. Ich liebe es, mit Tapeten Stimmungen zu erzeugen oder Behaglichkeit zu verleihen.“ Doch die schiere Auswahl kann überwältigen. 15 Innenarchitekten verraten, wo sie selbst fündig werden.

Gabrielle Bove schwärmt von Milton & King: „Sie bieten eine Fülle schöner Optionen zu einem günstigeren Preis als die Händler, von denen wir normalerweise beziehen. Sie haben eine zugänglichere Produktpalette in einer Vielzahl kreativer Muster, von Geometrien bis zu Wandbildern.“ Besonders hervorzuheben ist hier der bouquet metallic wallpaper, der mit seiner Farbgebung und Tiefe eine außergewöhnliche Wirkung erzielt.

Für einen besonderen Luxus-Moment empfiehlt Courtnay Tartt Elias de Gournay. „Die handgemalte Qualität ist unübertroffen – sie sind wahre Künstler. Und das Besondere ist, was man damit machen kann.“ Ein Beispiel: In einem Esszimmer wurde das Colony-Muster individuell angepasst, mit einer exotischen Blumenkette und einem kleinen Affen, der einen Brief trägt – ein einzigartiges Kunstwerk, das Geschichten erzählt.

Antoinette Poisson überzeugt mit romantischen, detailreichen Tapeten im Stil des 18. Jahrhunderts. Mary Graham und Nicole Salvesen schätzen besonders das Baies-Muster, das eine verspielte Nuance besitzt und immer wieder gerne zum Einsatz kommt.

Auch Isidore Leroy hat es es in sich. Claire Staszak beschreibt die Papiere als „immersive und wunderschön gearbeitete Geschichten.“ Besonders die Marbré de Venise überzeugt durch ihre Bewegung und Tiefe.

Und wer es etwas dezenter mag, findet beispielsweise bei West Elm oder Spoonflower eine breite Auswahl an klassischen Toile-Mustern.

Die Investition lohnt sich: Denn eine gut gewählte Tapete kann einen schlichten Raum in eine lebendige, persönliche Umgebung verwandeln. Die Wahl des richtigen Musters und der Farbe ist entscheidend – und manchmal reicht schon ein einziges Highlight, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Ryan Saghian, der auf heritage brands wie de Gournay, Gracie und Little Greene setzt, fasst es treffend zusammen: „Es gibt etwas an der Handwerkskunst und der Geschichte dieser Kollektionen, das eine Tiefe hinzufügt, die man so nicht replizieren kann.“