Staud erobert das zuhause: vom accessoire-label zur interior-marke
Die kalifornische Marke Staud, bekannt für ihre unverkennbaren Handtaschen und ihren coolen, unaufdringlichen Stil, wagt den Sprung ins Wohnen. Nach Jahren des Erfolgs in der Modebranche enthüllt Staud Home nun eine Kollektion, die das Versprechen einer ganz eigenen Ästhetik in den eigenen vier Wänden einlöst – und das mit einer überraschenden Leichtigkeit.
Ein lebensgefühl, das man anfassen kann
Sarah Staudinger, die Gründerin, hat sich mit ihrer Marke einen Ruf für den unaufdringlichen Chic erworben. Der Staud-Look, der sich irgendwo zwischen Eclectic, Klassik und Surf-Vibes bewegt, lässt sich nun auf Wohnaccessoires übertragen. Es ist keine bloße Erweiterung des Sortiments, sondern die logische Konsequenz eines Markenbildes, das bereits eine klare Identität verkörpert. Wie Staudinger selbst sagt: „Es ist etwas, das ich schon seit Jahren lancieren wollte, nicht nur, weil es eine natürliche Weiterentwicklung unserer Accessoires und unseres Brand-DNA ist, sondern weil ich persönlich eine Lücke im Bereich Home Goods für unsere Kundinnen sehe.“
Die Kollektion umfasst Keramik, Lederwaren und Textilien – allesamt Objekte, die sich mühelos in das alltägliche Leben integrieren, ohne dabei an dekorativer Funktion zu verlieren. Ein Untersetzer mit perfekter Patina, ein Schlüsselbrett, das gleichzeitig als Aschenbecher dient – es sind diese Details, die den Staud-Look ausmachen. „Diese Home-Kollektion behandelt jeden Wohnraum wie eine Leinwand“, so Staudinger, „eine, die niemals ganz fertig ist.“ Und genau das ist es, was diese Kollektion so spannend macht: Sie bietet keine fertigen Lösungen, sondern Inspiration für ein individuelles, lebendiges Zuhause.

Der zufall als muse: ein schaf vom flohmarkt inspiriert
Der Designprozess für Staud Home unterscheidet sich kaum von dem der Modekollektionen. Ein Teil der Produkte entsteht in Staudingers eigener Hand, andere sind von Fundstücken inspiriert, die sie im Laufe der Zeit gesammelt hat – darunter auch ein ungewöhnlicher Fund vom Flohmarkt: ein Schaf. „Mein Mann hat es entdeckt, und zuerst dachte ich: Was sollen wir damit anfangen? Wir hatten keinen Platz dafür und keinen Plan“, erzählt Staudinger. Doch das Schaf fand seinen Weg ins Wohnzimmer, wo es sofort eine neue Energie freisetzte. Es erinnerte sie an die Werke von François-Xavier Lalanne oder die berühmten Schafsbilder in Yves Saint Laurents Haus – eine Hommage an den Zufall und die Schönheit des Unvollkommenen.
Und genau dieses Schaf hat seinen Weg in die Kollektion gefunden, in Form einer Keramikvase, die das unerwartete Element des Staud-Stils verkörpert. Die Kollektion vereint das Vertraute und das Unerwartete, um einem Raum neues Leben einzuhauchen.

Farben, formen und ein hauch von persönlichkeit
Die Farbpalette der Lederwaren orientiert sich an den bereits etablierten Farbtönen der Staud Handtaschen – elegante Neutöne, durchbrochen von gelegentlichen Farbakzenten. Staudinger wählte die Farben bewusst so, dass sie sich harmonisch in unterschiedliche Wohnräume integrieren lassen. Auch die Formen sind inspiriert von der Mode: „Manchmal habe ich eine Tasche herumliegen lassen, weil sie den Raum durch ihre Farbe oder Form vervollständigte“, so Staudinger. Die neuen Catch-All Trays und Leder-Eimer sind direkte Ableitungen der Taschen-Designs.
Was Staud Home besonders auszeichnet, ist die bewusste Entscheidung gegen Perfektion. „Nichts in Ihrem Zuhause oder in der Mode sollte zu perfekt wirken“, betont Staudinger. „Es ist langweilig und fehlt es an Persönlichkeit.“ Die Keramik ist leicht unregelmäßig geformt, die Lederwaren zeigen subtile Patina – dies sind die Zeichen eines authentischen, lebendigen Stils.
Die Staud Home Kollektion ist ab dem 7. April exklusiv in Staud Stores und online erhältlich. Die Preise bewegen sich zwischen 75 und 2500 Euro. Ein Sheep-Vase kostet beispielsweise 400 Euro, Keramik-Buchstützen 550 Euro und eine Tischlampe 825 Euro.
Die Marke Staud beweist eindrucksvoll: Ein starkes Lebensgefühl kann man nicht nur tragen, sondern auch wohnen.
