„Paradise“-finale: doherty über apokalypse, tochter und mögliche mutter-rolle

Die zweite Staffel von „Paradise“ auf Hulu hat Fans in Atem gehalten, und Thomas Doherty, der Dylan spielt, ist genauso fasziniert von den Wendungen wie seine Zuschauer. In einem exklusiven Gespräch mit Esquire spricht der Schauspieler über das chaotische Ende der Welt, seine neue Rolle als Vater und die mögliche, schockierende Verbindung zwischen Dylan und der inzwischen verstorbenen Antagonistin Sinatra.

Ein überlebensplan mit golden retriever

Doherty lacht, als er über den Ernstfall nachdenkt: „Ich werde wie alle anderen sein, wie ein Verrückter umherrennen“, gesteht er über Zoom. Sollte das Ende der Welt tatsächlich kommen, träumt er von einer Rückkehr in seine schottische Heimat, Edinburgh, wo die Luft „frischer“ ist. Doch bevor es darum geht, sehnt er sich vor allem nach seiner geliebten Golden Retrieverin Daisy. „Wenn ich nicht zu meiner Familie kann, dann bin ich mit Daisy gegen die Welt.“

Dylan: link, rebell und vielleicht sohn sinatras?

Doherty schlüpft in die Rolle von Dylan, alias Link, einem brillanten Rebell, der die nuklearen Anlagen Amerikas vor dem Kollaps retten will. Doch das Finale enthüllte eine überraschende Wendung: Dylan könnte der Sohn von Sinatra sein, einer Figur, deren Schicksal bereits in der ersten Staffel besiegelt schien. Die Theorie, dass Link und Sinatra miteinander verwandt sind, brodelte schon auf Reddit, und die jüngsten Ereignisse in der Serie haben diese Spekulationen nur noch verstärkt.

„Sie könnte seine Mutter sein“, mutmaßt Doherty. „Aber das ist das Problem bei jeder Dan Fogelman-Serie: Man will eine Frage beantwortet haben, aber mit der Antwort kommen fünf weitere Fragen.“

Die bürde des schreibens und der verantwortung

Die bürde des schreibens und der verantwortung

Doherty betont die Wichtigkeit, dem Drehbuch zu vertrauen. „Es ist gefährlich, das Publikum fast zu überlisten, weil man sich dann mehr auf die Wahrnehmung der Performance als auf die Wahrheit konzentriert.“ Er gesteht, sich der Komplexität der Handlung nicht immer bewusst zu sein, und überlässt sich dem Schreiben. Dies spiegelt sich auch in den häufigen Nasenbluten wider, die Dylans Visionen begleiten, ein Element, das er selbst nicht vollständig versteht.

Der Alias „Link“ dient Dylan dazu, sich selbst zu stärken und sich von seiner Vergangenheit zu distanzieren, erklärt Doherty. „Er ist ein Nerd. Dylan sieht, dass alle ums Überleben kämpfen, und das ist zu viel, um es zu verarbeiten.“ Die Wahl des Namens ist eine Hommage an den Helden aus Nintendos „The Legend of Zelda“, eine Figur, die für den Kampf gegen das Böse steht.

Der einfluss von xavier und die zukunft der beziehung

Die gemeinsame Erfahrung von Nasenbluten und Visionen verbindet Dylan und Xavier (Sterling K. Brown). Doherty deutet an, dass diese Verbindung in der dritten und letzten Staffel eine entscheidende Rolle spielen wird. „Xavier wird Link aus seiner Lethargie holen“, so Doherty. Die Beziehung zwischen den beiden Männern verspricht, komplex und emotional aufgeladen zu sein.

Doherty schließt mit einem Lächeln: „Ich werde mich dem Schreiben hingeben und mich an dem rudimentären Verständnis festhalten, was hier eigentlich vor sich geht.“