Martha graham gala: kallmeyers’ kollektion – ein voller kreislauf

Ein junges Talent, Daniella Kallmeyer, hat mit einem unerwarteten Rückschub in die Geschichte des Martha Graham Tanztheaters eingegriffen. Ihre Designs, einst für eine zukünftige Kollektion entworfen, fanden ihren Weg als Kostüme für die 100-Jahr-Gala der Compagnie.

Von der skizze auf die bühne: ein fulminantes comeback

Die Aufführung von „O Thou Desire Who Art About to Sing“ mit Xin Ying und Lloyd Knight war mehr als nur ein Jubiläumskonzert. Kallmeyers kreativer Ansatz, der die Verbindung zwischen Mode und Tanz feiert, erregte sofortige Aufmerksamkeit. Besonders beeindruckend war die Transformation eines ihrer frühen Entwürfe – ein burgunderfarbenes Kleid für Xin Ying – in ein leotard, das die elegante Bewegung der Tänzerin voll und ganz unterstrich.

Die inspiration aus der vergangenheit

Die inspiration aus der vergangenheit

Kallmeyer selbst beschreibt die Erfahrung als “voller Kreislauf”. Bevor dieses Projekt zustande kam, hatte sie bereits mit dem Geist von Martha Graham bei der Entwicklung ihrer Pre-Fall Kollektion gearbeitet. Graham’s Liebe zu opulenten Stoffen und die Integration von Kostümen in die Choreographie hatten einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. “Ich denke oft darüber nach, wie Körper sich in meinen Kleidern bewegen”, erklärt Kallmeyer. “Viele meiner Proportionen stammen von dieser Welt.” Das passende cummerbund für Lloyd Knight, in demselben burgunderfarbenen Ton, harmonisierte perfekt mit diesem Look und unterstrich die Anlehnung an Grahams typischen Stil – Rot, Weiß und Schwarz dominierten ihre Bühnenbilder.

Ein persönlicher moment der erkenntnis

Ein persönlicher moment der erkenntnis

Für Kallmeyer war das Design für die Gala ein Höhepunkt ihrer künstlerischen Entwicklung. Die Erinnerung an eine Aufführung von „Lamentation“ – ein Martha Graham Tanzstück begleitet von einem Philip Glass Ballet – aus ihrer Zeit in New York war der entscheidende Moment, der ihre Leidenschaft für die Synergie von Kostüm und Tanz entfachte. “Ich war noch gar nicht groß genug, um zu tanzen”, erinnert sie sich. “Aber die Verbindung, die ich damals zwischen Kostüm und Bewegung erlebte, hat mich für immer geprägt.”

Die Gala war somit nicht nur eine Feier des Tanztheaters, sondern auch ein Beweis für die zeitlose Kraft kreativer Wiederbelebung und die sinnvolle Verbindung von Kunst und Design.