Luxusbranche im ki-fieber: von virtuellen anproben bis zur rentierung alter modelle
- L’oréal und nvidia beschleunigen schönheitsforschung
- Kering holt ki-experten an bord
- Virtuelle anproben mit catches: luxus im digitalen spiegel
- Google stoppt medizinische ki-beratung – amazon setzt auf schutz der daten
- Openai schwenkt um: checkout-pläne verworfen
- Meta testet ki-shopping-tool: ein großer schritt für den metaversum?
- Higgfield setzt auf ki-generierte bilder für mode und beauty
- Der supreme court stoppt copyright-anspruch für ki-kunst
Die Mode- und Schönheitsindustrie erlebt einen regelrechten KI-Boom. Während die einen in virtuelle Anproberahmen investieren, experimentieren andere bereits mit der Vermittlung von Rentner-KI-Modellen. Ein Überblick über die neuesten Entwicklungen und was sie für Marken und Konsumenten bedeuten.
L’oréal und nvidia beschleunigen schönheitsforschung
L’Oréal und Nvidia treiben ihre Partnerschaft voran, um die Entwicklung neuer Beauty- und Hautpflegeprodukte zu beschleunigen. Mithilfe eines gemeinsamen KI-Modells sollen Formulierungen schneller entdeckt und entwickelt werden, insbesondere in den Bereichen Photoprotection und Hauttonmanagement. L’Oréal verfügt über eine riesige Datenbasis zum Thema Haut- und Haarbbiologie, während Nvidia's Alchemi AI Engine die präzise Identifizierung und Verfeinerung von Formulierungen ermöglicht – zunächst digital, dann im Labor. Barbara Lavernos, Deputy CEO von L’Oréal, betont, dass diese Technologie “atomarer Entdeckungen” mit dem realen Nutzen für Konsumenten verbunden wird.

Kering holt ki-experten an bord
Auch Kering, der Mutterkonzern von Gucci und Saint Laurent, setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz. Mit Pierre Houlès als neuem Chief Digital, AI und IT Officer will das Unternehmen seine Effizienz steigern und von den technologischen Fortschritten in anderen Branchen, wie der Automobilindustrie, lernen. Luca de Meo, CEO von Kering, hat bereits im Januar sein starkes Vertrauen in das Potenzial von KI geäußert.

Virtuelle anproben mit catches: luxus im digitalen spiegel
Das Startup Catches, finanziert von Nvidia und Antoine Arnault, betritt den Markt für virtuelle Anproben mit einem starken Start. Die Integration bei Amiri bietet Kunden die Möglichkeit, Produkte virtuell anzuprobieren, indem sie Gewicht, Maße, Alter und ethnische Zugehörigkeit angeben – ein Ansatz, der auf Nvidia’s “Omniverse” Technologie für realistische Simulationen basiert. Die Qualität der Visualisierungen und die Investorenbasis, darunter Natalia Vodianova und Gary Sheinbaum, machen Catches zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten.
Google stoppt medizinische ki-beratung – amazon setzt auf schutz der daten
Während einige Unternehmen auf KI-gestützte Lösungen setzen, ziehen andere die Konsequenzen aus den Risiken. Google hat seine “What People Suggest”-Funktion, die medizinische Ratschläge von Nutzern crowdsourcte, aus Sicherheitsbedenken eingestellt. Gleichzeitig gewinnt Amazon einen Rechtsstreit gegen Perplexity, um den Zugriff auf Amazons Website durch dessen KI-Shopping-Agenten zu blockieren – ein Zeichen dafür, dass der Schutz von Kundendaten Priorität hat.
Openai schwenkt um: checkout-pläne verworfen
Die anfängliche Euphorie um OpenAIs integrierte Checkout-Funktion in ChatGPT hat sich gedämpft. Nach Berichten von The Information stellt das Unternehmen die Pläne zurück und konzentriert sich stattdessen auf Checkouts innerhalb spezifischer Apps. Die Gründe liegen darin, dass Nutzer zwar Produkte recherchierten, aber selten tatsächlich Käufe über ChatGPT abwickelten. Das bedeutet eine Kurskorrektur für OpenAI und wirft Fragen auf, wie die Integration von KI in den E-Commerce aussehen wird.
Meta testet ki-shopping-tool: ein großer schritt für den metaversum?
Meta setzt ebenfalls auf KI im Shopping-Bereich. Ein neues Produktforschungstool, das in den Chatbot integriert ist, ermöglicht es Nutzern, personalisierte Produktempfehlungen zu erhalten. Angesichts von Mark Zuckerbergs Investitionen in “personalisierte Superintelligenz” könnte die Einführung des Tools weitreichende Auswirkungen auf Marken haben, insbesondere im Hinblick auf Instagram und Facebook.
Higgfield setzt auf ki-generierte bilder für mode und beauty
Das Startup Higgsfield, das bereits einen milliardenschweren Wert erzielt hat, bringt mit Soul 2 einen neuen Image-Generator auf den Markt, der speziell für die Mode- und Beauty-Branche entwickelt wurde. Das Unternehmen verspricht, dass die KI-generierten Bilder “intentional und art-directed” wirken, anstatt automatisiert zu erscheinen. Ob das ausreicht, um die hohen gestalterischen Ansprüche der Luxusmarken zu erfüllen, bleibt abzuwarten.
Der supreme court stoppt copyright-anspruch für ki-kunst
Ein Urteil des US Supreme Court hat eine wichtige Debatte angestoßen: Kann KI-generierte Kunst urheberrechtlich geschützt werden? Das Gericht verweigerte die Überprüfung eines Urteils, das besagte, dass KI-generierte Werke ohne menschlichen Beitrag keinen Urheberrechtsschutz genießen. Das Urteil unterstreicht die Notwendigkeit menschlicher Kreativität für den Schutz geistigen Eigentums, auch im Zeitalter der KI.
