Jasmine blues: bella hadids duft erinnert an syrische wurzeln
Der Duft von Jasmin – für Bella Hadid mehr als nur ein angenehmer Geruch. Er weckt Kindheitserinnerungen an ihre Familie und ihre heimatlose syrische Heimat, Homs. Ihre neue Kreation, "Jasmine Blues", ist eine olfaktorische Hommage an diese Wurzeln, ein intimes Parfum, das Kultur und Duft auf einzigartige Weise verbindet.

Ein duft, der erinnerungen weckt
„Mein Vater ist ein fantastischer Architekt, aber er versteht es auch, eine ganze Umgebung zu gestalten“, erzählt Hadid. Ihre Kindheit verbrachte sie in einem Garten voller antiker Bänke, wo der Duft von blühendem Jasmin am Ende des Winters in der Luft lag. Dieser Duft ist untrennbar mit den großen Familienessen verbunden, die sie als Kind erlebte. „Ich wusste, dass ich ein Jasmin-Parfum kreieren wollte, bevor ich überhaupt Orebella lancierte.“
„Jasmine Blues“ ist das Ergebnis: Eine limitierte Edition, die das reiche Aroma der weißen Blüte mit Rose, Eukalyptus und Moschus verbindet. Das Ergebnis ist ein hauchzarter Duft, der wie ein schimmernder Schleier auf der Haut zu liegen kommt. Wichtig ist hierbei, die Flasche vor dem Auftragen gut zu schütteln, um die Duftstoffe mit einer öligen Basis zu vermischen – so entsteht eine pflegende Mischung, die gleichzeitig als Körperöl dient.
Die Wahl des Jasmin als zentrales Element ist kein Zufall. Hadid betont, dass der Jasmin in der arabischen Welt und insbesondere in Palästina eine tiefe symbolische Bedeutung hat. Er steht für Reinheit, Schönheit und kulturelle Identität. „Ich habe ein kleines Buch über die einheimischen Blumen Palästinas, und der Jasmin ist eine so wichtige Pflanze für die gesamte Region“, so Hadid.
Der ultimative Test für „Jasmine Blues“ erfolgte auf der Vanity Fair Oscars Party. „Es ist beängstigend, ein Parfum auf den Markt zu bringen, weil man etwas lieben kann, das alle anderen hassen“, gesteht Hadid. Doch das Gegenteil trat ein: Sie erhielt unzählige Komplimente. Menschen blieben stehen, um ihr zu sagen, wie gut sie roch. Ein klares Zeichen für den Erfolg des Duftes.
Doch die Erinnerungen an ihre syrische Heimat sind ambivalent. Seit dem Bürgerkrieg, der vor über einem Jahrzehnt begann, hat sich das Land verändert – die Landschaft und die Menschen. Der Duft von Jasmin ist nicht mehr derselbe. Trotz allem blicken die Menschen in der Region hoffnungsvoll in eine friedlichere Zukunft.
„Die Welt durchlebt gerade so viel Chaos“, reflektiert Hadid. „Man muss zu den Menschen stehen, die man liebt, und seiner Gemeinschaft. Gleichzeitig sollte man offen genug sein, um jeden zu lieben.“ Der Duft von Jasmin erinnert sie an ihre Wurzeln und ihre Gemeinschaft, an die Verbundenheit, die trotz allem besteht.
