Ita startet pioniere: hunde bis 30 kg dürfen ab diesem sommer im flugzeug reisen – ohne käfig

Rom, Italien – Eine Sensation für Tierliebhaber und eine klare Provokation für die etablierte Luftfahrt: Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways erlaubt ab diesem Sommer Hunden bis zu 30 kg den Flug in der Kabine – und das ohne Transportbox. Eine Premiere, die die Gepflogenheiten in der Luftfahrtbranche auf den Kopf stellt.

Nach einem erfolgreichen Testlauf, der die Zustimmung der italienischen Luftfahrtbehörden erhalten hat, plant ITA, diese neue Regelung auf ausgewählten Inlandsflügen umzusetzen. Die Entscheidung, die auf die Nachfrage der Kunden reagiert, wirft jedoch viele Fragen auf.

Wie wird es im flugzeug ablaufen?

Laut Angaben von ITA werden pro Flug nur begrenzte Plätze für Hunde angeboten – schätzungsweise sechs pro Flugzeug. Die Vierbeiner werden auf speziellen Matten am Fensterplatz untergebracht und müssen angeleint sowie angeleint und angelegt sein. Ein Gang durch den Mittelgang ist ausgeschlossen, ebenso ungekontrollierter Kontakt zum Kabinenpersonal.

Hundebegleithunde genießen weiterhin einen privilegierten Status und dürfen sich frei mit ihren Besitzern bewegen.

Warum diese entscheidung so überraschend ist

Warum diese entscheidung so überraschend ist

Die Möglichkeit, einen Hund dieser Größe ohne Transportbox in der Kabine mitzunehmen, bricht mit gängigen Praktiken. Bisher war die Regelung, dass nur Hunde unter 10 kg in der Kabine erlaubt waren, und diese mussten in einem Beutel oder einer Box untergebracht werden. Die Initiative wurde öffentlich von Verkehrsminister Matteo Salvini unterstützt, der am Testflug teilnahm. Für viele Hundehalter ist dies ein großer Schritt für das Wohlbefinden ihrer Tiere.

Risiken, grenzen und einwände

Die neue Regelung ist nicht ohne Kritik. Lärm, Gerüche und beengte Platzverhältnisse könnten andere Passagiere belästigen. Allergiker und ängstliche Personen sind besonders betroffen. Auch die Sicherheit und das Verhalten der Tiere stehen im Raum: Ein gestresster Hund kann bellen, sich bewegen oder den Durchgang behindern. Die Frage der Reaktion des Kabinapersonals im Notfall bei schweren Tieren am Boden ist ebenfalls offen.

Praktische tipps für tierbesitzer

Wer diese Möglichkeit nutzen möchte, sollte sich frühzeitig vorbereiten. Gewöhnen Sie Ihren Hund an Lärm und Vibrationen. Kurze Übungen in einer simulierten Kabine können helfen. Ein Tierarztbesuch mit Gesundheitszeugnis und Impfpass ist Pflicht. Eine gut sitzende Maulkorb, ein stabiles Halsband und eine bequeme Unterlage sind ebenfalls erforderlich. Die Plätze sind begrenzt, daher frühzeitig buchen. Ein Fensterplatz minimiert Störungen. Wasser mitnehmen, aber auf Verschütten achten. Vor dem Flug ausreichend Bewegung, um den Hund etwas zu ermüden.

Was noch unklar ist

Die genauen Kosten für diesen Service, die Verhaltensregeln und die Auswahlkriterien für die Hunde sind noch nicht bekannt. Auch die Ausweitung auf internationale Flüge bleibt abzuwarten. Die Behörden beobachten die Tests genau. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, könnten andere Fluggesellschaften folgen. Aber der Erfolg hängt von der praktischen Umsetzung und der Einhaltung der Regeln durch die Hundehalter ab.

Diese Ankündigung ist ein vielversprechender Schritt für Hundehalter, birgt aber auch Risiken. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese neue Regelung tatsächlich eine Verbesserung für Mensch und Tier darstellt – oder ob sie bald wieder zurück an die Start-Line geht.