Elon musks tochter: vivian wilson spricht offen über ihren vater und ihren aufstieg

Vivian Wilson, gerade einmal 21 Jahre alt, stürmt die Modewelt – und das mit einer Ehrlichkeit, die selten zu sehen ist. Nach ihrem Auftritt bei der Mailänder Modewoche für Gucci ist sie mehr als nur ein neues Gesicht: Eine trans Frau, Aktivistin, Kulturschöpferin und – das darf man nicht vergessen – die Tochter des umstrittenen Tech-Milliardärs Elon Musk. Eine Geschichte, die so schlagkräftig ist, dass sie selbst den unaufhaltsamen Zynismus ihres Vaters zu überwinden scheint.

Von der familie zur threads-ikone

2022, mit 18 Jahren, vollzog Vivian Wilson einen radikalen Schritt: Sie änderte ihren Namen und Geschlecht legal und distanzierte sich in juristischen Dokumenten von ihrem biologischen Vater „in jeder Form und Weise“. Ein Schritt, der – wie so oft – durch einen Leak in die Öffentlichkeit gelangte. Doch es war ein Tweet, der die Welt in Aufruhr versetzte. Nachdem Musk sie in einem Podcast als tot bezeichnet hatte, konterte sie mit der lakonischen Feststellung: „I look pretty good for a dead bitch.“ Die Reaktion war überwältigend, und Vivian Wilson wurde über Nacht zur viralen Sensation.

Der Kontrast ist frappierend. Elon Musk, dessen Geld ihm nicht zu Humor oder Sympathie verhilft, steht im krassen Gegensatz zu seiner Tochter. Vivian ist witzig, selbstironisch und – gerade weil sie so offen über ihre Erfahrungen spricht – unglaublich nahbar.

Von komazawa bis zur catwalk

Von komazawa bis zur catwalk

Ihr Lebensweg war alles andere als geradlinig. Anstatt sich in die Welt des Luxus und des Glamours stürzen, studierte sie an der Komazawa Universität in Japan und plante, Lehrerin zu werden. „Ich habe auf einem Futon geschlafen, weil das Bett kompliziert aussah“, erklärt sie. „Ich dachte, ich bin nicht für immer hier.“ Diese pragmatische Einstellung, gepaart mit einem scharfen Intellekt, macht sie zu einer ungewöhnlichen Figur in der Modeindustrie.

Die Teen Vogue Cover und die Modelauftritte sind nun ihre Lebensgrundlage, doch sie betont, dass es nicht ihre einzige Leidenschaft ist. Ihre Merch-Linie, ironisch betitelt „Evil Woke Mind Virus“, ist ein Statement gegen die Doppelmoral und die oft verlogene Welt der Eliten. Sie hinterfragt Konsumverhalten und lebt bewusst einfach. „Die meisten meiner Klamotten habe ich schon lange“, sagt sie und blickt in ihr chaotisches Schlafzimmer.

Der schatten des vaters und die stärke des humors

Der schatten des vaters und die stärke des humors

Die Last der Vergangenheit wiegt schwer. Vivian spricht offen über die schwierige Kindheit und die fehlende Unterstützung ihres Vaters. Die Reaktion ihrer Mutter, der Autorin Justine Wilson, auf Vivians Coming-Out als Transfrau war – so erzählt sie – überraschend pragmatisch: „Ja, Süße. Okay.“ Dieser trockene Humor, diese Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen die Ironie zu erkennen, ist Vivians Schutzschild und ihre größte Stärke.

Die Kommentare im Netz sind oft verletzend, besonders wenn es um ihren Körper geht. „Es ist das Lieblingshobby des Internets, an Frauenkörpern herumzukritzeln. Besonders an trans Frauenkörpern“, so Vivian. Doch sie weigert sich, sich davon unterkriegen zu lassen. Mit Kampagnen wie der von TomboyX hat sie gelernt, ihre Verletzlichkeit zu akzeptieren und in Stärke zu verwandeln.

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