Dtf st. louis: ein tragischer schluss – gibt’s eine fortsetzung?

Die düstere Miniserie „DTF St. Louis“ ist vorbei – und lässt die Zuschauer im Ungewissen. Die HBO-Produktion um Untreue, Geheimnisse und einen tödlichen Missbrauch hat einen fulminanten Abschluss gefunden, der aber gleichzeitig eine bittere Tragödie darstellt.

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Die Geschichte um den Wettermann, den Freundschaftsstreit und die verhängnisvolle Hookup-App hat sich in einem komplexen Netz aus Lügen und Verstrickungen aufgelöst. Die Auflösung des Mordes, bei der zwei Ermittler das Puzzle zusammensetzen, ist zwar spannend, aber die zentrale Frage bleibt: Was kommt jetzt? Die von Steve Conrad erdachte Geschichte, inspiriert von einem Artikel des New Yorker, ist zu ihrem eigenen, schmutzigen Drama geworden.

Jason Bateman und David Harbour schlüpfen in Rollen, die eine unglückliche Verbindung eingehen – eine, die sich rasch zu einer tödlichen Spirale entwickelt. Die Handlung, die sich um einen Mord und eine aufwändige Verschwörung dreht, mag nicht die stärkste Seite der Serie sein, doch sie hält die Zuschauer bis zum Schluss gefesselt.

Die gute Nachricht: Serienentwickler Steve Conrad ist offen für weitere Kapitel in dieser Welt. Wie er selbst in einem Interview mit GQ andeutet, könnte eine Fortsetzung im Stil von HBO’s „The White Lotus“ denkbar sein – eine Anthologie, die sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzt: Sex, Gewalt und die dunklen Seiten des menschlichen Verhaltens.

Die realität: keine zweite staffel

Die realität: keine zweite staffel

Doch die Realität sieht düster aus. „DTF St. Louis“ war von Anfang an als Miniserie konzipiert und somit auf ein einziges Kapitel beschränkt. Eine Fortsetzung, die die gleichen Charaktere wieder aufbäckt, erscheint unwahrscheinlich. Conrad signalisiert jedoch, dass es durchaus Potenzial für weitere, ebenso verstörende Fälle gibt. Die Idee eines Anthology-Formats, in dem neue Geschichten im selben Setting erzählt werden, scheint ihm am liebsten.

Ein Detail, das Conrad in einem Interview mit dem Hollywood Reporter offenbart hat: Er sucht nach neuen Projekten und hat dabei zufällig einen ehemaligen Wettermann entdeckt – ein Motiv, das er im Film „The Weather Man“ bereits zur Schau gestellt hat. „Ich kann das nicht dreimal machen“, so Conrad lakonisch.

Während andere Serien wie „Beef“ oder „Shōgun“ eine Verlängerung erfahren haben, scheint das Schicksal von „DTF St. Louis“ besiegelt. Trotzdem bleibt die Frage im Raum: Werden wir jemals mehr von den Bewohnern der amerikanischen Vorstadt erfahren? Die Antwort ist – vorerst – nein. Aber die Geschichte hat uns zweifellos einen unvergesslichen, wenn auch schmerzhaften Einblick in die dunklen Abgründe der menschlichen Natur gegeben.