Sessa schlüpft in bourdains schatten – hockey-ambitionen bleiben
Der junge Schauspieler Dominic Sessa hat sich für eine ungewöhnliche Rolle entschieden: Er verkörpert Anthony Bourdain in dem neuen Film ‘Tony’. Ein intensiver Einblick in das Leben des legendären Food-Journalisten, der bis heute eine Fankultur genießt.
Ein sommer in massachusetts: improvisation und oyster-schalen
Die Dreharbeiten zu ‘Tony’ fanden in Cape Cod statt, wo Sessa und eine Besetzung aus Hollywood-Stars – darunter Antonio Banderas – vier Wochen lang versuchten, Bourdains Coming-of-Age-Erlebnisse nachzuspielen. Die Regie übernahm Matt Johnson, der die Schauspieler ermutigte, sich frei zu bewegen und zu improvisieren – eine Herausforderung für Sessa, der sich jedoch schnell mit dem Team angefreundet hat.

Banderas als kulinarischer mentor
Besonders wertvoll war die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Schauspieler und selbsternannten Gourmet Antonio Banderas. Sessa, der sich selbst als wenig versiert in der Küche hält – lediglich Wasser Kochen und Pasta zubereiten kann – lernte von Banderas die Kunst des Paella-Machens und erhielt sogar eine individuelle Zubereitung in Málaga. ‘Ich kann nur sagen, ich habe Osterschalen geschält und mich beim Abwasch verbessert,’ räumt Sessa humorvoll ein.

Ein look, der schockiert
Bei der New Yorker Premiere sorgte Sessa mit seinem Outfit für Gesprächsstoff. Ein schicker Celine-Look, kombiniert mit abgenutzten T-Shirts von Marshalls und Löchern in den Sneakers. ‘Meistens kleide ich mich, ehrlich gesagt, scheiße,’ gesteht der Schauspieler. Sein Stylist Warren Alfie Baker habe ihm geholfen, einen roten Teppich-Stil zu entwickeln.
Hockey-traum und pragmatische ansichten
Sessa träumt davon, in einem Hockeyfilm mitzuwirken – und plant, keinen Stuntdoppelten zu benötigen. ‘Das spart ihnen ganz schön Geld!’ Es scheint, als ob Sessa sich zwar in die Rolle eines Food-Journalisten hineinversetzen konnte, aber seine eigenen Prioritäten – ein Hockeyfilm – im Blick behält. Die Erfahrung mit Bourdain hat ihm jedoch sicherlich neue Perspektiven eröffnet – und vielleicht auch ein neues Verständnis für die Kunst des Abwaschens.