Pollenalarm in großbritannien: juckende augen und laufende nasen – was jetzt hilft?
Großbritannien steht unter Pollenbeschuss: Millionen von Menschen leiden unter Heuschnupfen, während das Met Office eine seltene „rote Warnung“ herausgegeben hat. Die Ursache? Rekordhohe Pollenwerte, die besonders England und Wales treffen. Doch was tun gegen die lästigen Symptome?
Die ursachen des pollenchaos
Die aktuelle Situation ist kein Zufall. Warme Temperaturen begünstigen die Pollenproduktion, und in England und Wales liegen die Werte für Birke und Esche besonders hoch an. Das Met Office erklärt: „Heuschnupfen ist eine der häufigsten Allergien und wird meist durch Gräser ausgelöst, aber auch andere Pollen können Symptome hervorrufen. Die Reaktion des Immunsystems auf den Pollen führt zur Ausschüttung von Histamin und anderen Chemikalien.“
Die Symptome reichen von juckenden Augen und einer laufenden Nase bis hin zu Kopfschmerzen, einem juckenden Innenohr, Schwitzen, Gesichts schmerzen und sogar einem verminderten Geruchssinn. Schätzungsweise 20 Prozent der britischen Bevölkerung, also rund 13 Millionen Menschen, sind betroffen.

Was hilft bei heuschnupfen?
Zum Glück gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Symptome zu lindern, ohne gleich den Arzt aufsuchen zu müssen. „In den meisten Fällen können rezeptfreie Medikamente eine echte Hilfe sein“, betont Phil Day, leitender Apotheker bei Pharmacy2U. Antihistamin-Tabletten oder Nasensprays sind oft die erste Wahl. Regelmäßige Anwendung kann besonders für chronische Leiden sinnvoll sein, während in schweren Fällen auch rezeptpflichtige Medikamente in Betracht gezogen werden können.
Neben Tabletten und Sprays können auch Augentropfen Linderung verschaffen. Anti-inflammatorische Nasensprays mit Wirkstoffen wie Beclomethason oder Fluticasone sind besonders wirksam, wenn sie täglich während der Pollensaison angewendet werden. Die Auswahl ist groß, und ein Apotheker kann bei der Entscheidung helfen.

Mehr als medikamente: lebensstil-tipps
Doch die Behandlung von Heuschnupfen beschränkt sich nicht nur auf Medikamente. Es gibt auch einige einfache Veränderungen im Lebensstil, die helfen können. Dazu gehören eine Ernährung, die reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist (z.B. durch Fisch, Nüsse und Öle), das Vermeiden von Aktivitäten im Freien zu Zeiten hoher Pollenkonzentration (meist morgens, spät am Nachmittag und frühen Abend) und der Verzicht auf Alkohol, da viele Getränke Histamin enthalten. Regelmäßiges Staubsaugen – idealerweise mit einem HEPA-Filter – sowie das Tragen von Sonnenbrillen und das Auftragen von Vaseline um die Nasenlöcher können ebenfalls helfen, den Pollenbelastung zu reduzieren.
Wer trotz dieser Maßnahmen weiterhin unter starken oder sich verschlimmernden Symptomen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Die Pollensaison in Großbritannien ist noch lange nicht vorbei, und die richtige Behandlung kann entscheidend für ein angenehmes Leben sein.
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