Mariana-operation: cocaine-konzern verschiebt das spiel – und die schuldigen
Die Operation „Southern Spear“ der US-Regierung, einst als glorifizierter Kampf gegen den Drogenhandel inszeniert, ist ein plumpes Desaster. Jahrzehntelange Vergebliche Anstrengungen, um das Kokain-Angebot in Süd- und Mittelamerika zu unterbinden, haben sich als reine Illusion erwiesen.
Ein fest für die psychopathen
Die Washington Post deckt auf: Die DEA-Analysten haben längst erkannt, dass die gezielten Schießereien in internationalen Gewässern nicht nur die Drogenpreise in den USA nicht beeinflusst, sondern die kriminellen Netzwerke lediglich dazu gezwungen haben, ihre Methoden zu ändern. Statt auf schnellen Booten zu operieren, setzen sie nun auf größere Schiffe und bleiben Küsten nah – ein strategischer Schachzug, der die Präsenz der US-Streitkräfte minimiert.
Die Verwandlung ist erschreckend: Nicht länger nur Go-Fast-Boote, sondern auch Flugzeuge, die von verdeckten Startplätzen an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela aus starten und nach Guyana und Suriname weiterfliegen. Ein kalkulierendes Problem, das die DEA-Experten als „Ballon-Prinzip“ bezeichnet – wo der Druck auf eine Seite ausgeübt wird, expandiert die Gefahr auf die andere. Das ist nicht nur ineffektiv, sondern offenbart eine perverse Intelligenz in der Organisation.

Ein spiel mit dem tod – und der ignoranz
Pentagon-Sprecher Sean Parnell versucht, die Theatralik aufrechtzuerhalten, die Operation als „Erkennung, Störung und Zerstörung“ von Terrornetzwerken zu preisen. Eine reine Fassade. Die „Systemischen Reibungsverluste“, die er erwähnt, sind nichts weiter als die Konsequenz eines fehlgeleiteten, blutdurstigen Plans. Es ist, als würde man versuchen, einen Fluss mit einem Löffel zu verlangsamen.
Die eigentliche Gefahr liegt nicht in den manipulierten Zahlen oder den vermeintlichen „Systemreibungsverlusten“. Sie liegt in der Psychopathie dieser Akteure. Die Vorstellung, dass Fischerboote als illegale Drogentransporter missbraucht werden und dann ohne Beweise im Meer versenkt werden, ist nicht nur absurd, sondern ein Ausdruck einer tiefgreifenden Verblendung. Das ist nicht die Bekämpfung des Drogenhandels, sondern eine grausame, unbegründete Verfolgung von Unschuldigen.
Und wer die Dokumente dieses gescheiterten Plans zu lüften wagte, wird sich bald der Rache der Verantwortlichen stellen. Die Frage ist nicht, ob die Strategie funktioniert, sondern wer die Wahrheit ans Licht gebracht hat – und welche Konsequenzen das hat.
Die wenigen Gamefische, die durch diese Aktionen gerettet wurden, sind ein trauriges Mahnmal für die Sinnlosigkeit dieses ganze Unterfangens.