Marathon-revolution: zwei läufer brechen die zwei-stunden-grenze – adidas dominiert london
Die Sportwelt steht Kopf! Letzten Sonntag verbrachten zwei Athleten einen Tag in der Geschichte: Sebastian Sawe pulverisierte mit 1:59,30 Minuten den Marathon-Weltrekord, dicht gefolgt von Yomif Kejelcha in 2:00:11. Auch Tigist Assefa sorgte für eine neue Ära im Frauenfußball, indem sie mit 2:15,41 Minuten den Weltrekord steuerte – und alles mit der neuen Adidas Pro Evo 3 Schuhe.
Die neue ära der supershoes
Der Triumph in London war untrennbar mit Adidas verbunden. Das Unternehmen generierte mit 11 Millionen US-Dollar einen Media Impact Value (MIV), der vor allem durch die Rekorde der Männer und Frauen angetrieben wurde. Nike, der Hauptkonkurrent, gratulierte Sawe ausgiebig. Doch Adidas war keineswegs die einzige Marke, die in London präsent war – von etablierten Spielern wie Nike und Adidas bis hin zu aufstrebenden Marken wie On und Hoka. Das Feld der Performance-Running-Marken ist in Aufruhr, und alle versuchen, die boomende Marathon-Szene zu erobern, wie sie vor einem Jahr mit Harry Styles' Doppelerfolg in Berlin und Tokio begann.

Mehr als nur ein rennen
Die Anmeldezahlen für die großen Marathons sind Rekordhoch – ein Anstieg von über 36 % im Vergleich zum Vorjahr in London. 59.830 Läufer überquerten die Ziellinie, eine Steigerung gegenüber den 56.640 im Vorjahr. Marathons sind längst ein lukrativer Geschäftszweig, der weit über den eigentlichen Renntag hinausgeht. „Das Marathon hat sich von einem einzelnen Rennen zu einer multi-schichtigen kulturellen Plattform entwickelt“, erklärt Patrick Nava, General Manager bei Adidas Running. „Vor zehn Jahren war der Erfolg vor allem durch Podiumsplätze und Leistungsnachweise definiert – und sich auf den Running-Nischenmarkt beschränkt. Heute steht das Marathon an der Schnittstelle von Elite-Sport, Massenbeteiligung, Kultur und Innovation-Storytelling.“

Marken im wettlauf um die aufmerksamkeit
Die Marken investieren massiv in vor- und nachsaisonale Aktionen. In London etablierte Hoka einen eigenen Hub, On verlegte seine Tour nach London, Puma eröffnete ein Nitro Lab, New Balance richtete eine London Run House ein, Nike verteilte kostenlose Poster und Adidas präsentierte sich in der Trafalgar Square. Die Marken kamen frisch von ähnlichen Aktionen in Boston. Auch Nischenmarken wie Tracksmith und Satisfy setzten auf kreative und kulturelle Ansätze, um sich von der Masse abzuheben. Bandit plante eine 12-wöchige Trainingsreihe, während New Balance seine Cheer-Zones entlang der Strecke aufstellte. Die Möglichkeiten sind vielfältig, und die Konkurrenz ist groß.
Innovation als schlüssel
„Es geht darum, die Innovation nicht nur für die Marathon-Wettkämpfe zu entwickeln, sondern auf die Bedürfnisse der Athleten und der Community einzugehen“, betont On-CEO Alex Griffin. „Wenn Hellen Obiri 2024 in Boston mit LightSpray gewann, und anschließend bei Olympia und in New York neue Bestmarken aufstellte, zeigte dies, dass Innovationen nicht nur für Innovationen selbst sind, sondern einen direkten Einfluss auf die Performance haben.“
Ein blick nach vorn
Die Marathon-Szene entwickelt sich rasant weiter. Marken müssen sich anpassen, um im Wettbewerb zu bestehen. Die Nachfrage nach innovativen Laufschuhen ist enorm, und Adidas scheint die Richtung vorzugeben. Die Entscheidung, nur 200 Paar der teuren Super-Schuhe vor dem Marathon auf den Markt zu bringen, war nicht nur eine Frage der Kapazität, sondern auch ein Zeichen der Exklusivität. Die Marathon-Woche ist zu einem Massenereignis geworden, das von zahlreichen Marken und Aktivitäten geprägt ist. Die Marke Adidas wird mit einem Media Impact Value von 62,3 Millionen Dollar als Gewinner des London Marathon hervorgehoben. Die steigende Anzahl von Teilnehmern, die sich für die großen Marathons anmelden, unterstreicht die wachsende Bedeutung dieses Sports. Die Branche ist bereit für eine neue Ära, die von Innovation, Community und kultureller Verbundenheit geprägt sein wird.
