Verlockung des grauens: 'the lost boys' erobert broadway

Michael Arden, der Mann hinter 'Maybe Happy Ending' und 'The Queen of Versailles', plant eine musikalische Überraschung: 'The Lost Boys'. Der Regisseur, ein Kind der 80er, liebt die epischen Musicals von Cameron Mackintosh – 'Phantom', 'Jesus Christ Superstar' – und verspricht ein sinnliches Spektakel, das weit über das Übliche hinausgeht.

Ein blick zurück auf die wurzeln des theaters

Arden erinnert sich an den Zauber, den er als Teenager bei diesen Produktionen verspürte: eine ganze Welt, in die man eintauchen konnte. Dieser Wunsch nach immersiven Erlebnissen treibt ihn auch bei 'The Lost Boys' an – einem Mix aus Abenteuerkomödie, Horror und Coming-of-Age-Liebesgeschichte, der alles auf einmal sein will. Es geht um sexy Vampir-Teenager, die ihr Leben finden müssen. Die Idee, sie als Band zu konzipieren, war ein Wendepunkt.

Kontroversen und künstlerische vision

Kontroversen und künstlerische vision

Wie immer bei Arden, ist die Produktion nicht ohne Schattenseiten. 'Parade', sein erster Tony, wurde von weißen Nationalisten angegriffen, 'Maybe Happy Ending' geriet wegen Umbesetzungen in die Kritik, und 'The Queen of Versailles' sorgte für Aufsehen. Doch Arden ignoriert die Kritik, konzentriert sich auf die Kunst und die Geschichten, die er erzählen möchte. Die Band 'The Rescues' wird die Musik komponieren – ein überraschender Schachzug, der das Projekt noch spannender macht.

Licht als schlüssel zur atmosphäre

Licht als schlüssel zur atmosphäre

Ardens Engagement geht über die Musik hinaus: Er übernimmt auch die Lichtgestaltung, ein Bereich, der für ihn von zentraler Bedeutung ist. „Licht ist, wie wir die Welt wahrnehmen“, erklärt er. Er erinnert sich an seine Anfänge im Garage-Theater, an die endlosen Stunden mit Glühbirnen und Trockeneis. Für 'The Lost Boys' plant er ein wahnsinnig aufwändiges Lichtspiel, das das Publikum in eine andere Welt entführt. „Get ready“, verspricht er, die Zuschauer werden sprachlos sein.

Familiengeheimnisse und neue horizonte

Im Kern geht es in 'The Lost Boys' um eine Familie – einen angsterischen Vater, einen rebellischen Sohn und einen jungen, queer-kodierten Bruder. Arden sieht darin eine Geschichte, die verschiedene Zielgruppen anspricht und die Möglichkeit bietet, neue Perspektiven zu eröffnen. Die Produktion wird ein Spiegelbild seiner eigenen Erfahrungen sein – von den Herausforderungen einer schwierigen Kindheit bis hin zur Erkenntnis, dass Anderssein eine Stärke sein kann.

Ein blick in die zukunft

Arden arbeitet bereits an Projekten für 2029, darunter eine Adaption von 'Happy Feet' mit Ayodele Casel und Basil Twist. Seine Karriere ist geprägt von Mut, Kreativität und einer unerschütterlichen Leidenschaft für das Theater. Er schließt mit einem Satz: „Ich möchte Menschen ermutigen und zeigen, wie.“