Schwester enthüllt dunkle wahrheit über ‚believe in magic‘ – ein jahrelanger betrug?
Ein erschütterndes Geständnis: Nina Bhari, die Schwester von Megan Bhari, der zentralen Figur des betrügerischen Wohltätigkeitsunternehmens ‚Believe in Magic‘, hat in einem exklusiven Interview mit The Times die Wahrheit über die Jahre der Täuschung enthüllt. Was hinter der Fassade der Hoffnung und der vermeintlichen Hilfe für kränkliche Kinder stand?
Ein haus der lügen – die entdeckung des betrugs
‚Believe in Magic‘, gegründet 2012 von Megan Bhari und ihrer Mutter Jean O’Brien, sammelte in den Jahren zuvor Hunderttausende von Pfund ein und zog Unterstützung von prominenten Persönlichkeiten wie Louis Tomlinson von One Direction auf sich. Die Organisation präsentierte sich als Träger von Wünschen und besonderen Erlebnissen für schwer kranke Kinder – eine Mission, die beide Frauen offenbar sehr am Herzen lagen, da Megan selbst mit einem lebensbedrohlichen Hirntumor kämpfte. Doch Jahre später deckte eine Untersuchung gravierende Mängel in der Finanzlage der Organisation und die Behauptungen rund um die Krankheit von Megan auf.
Im Jahr 2017 wurde das Konto von ‚Believe in Magic‘ von der Charity Commission eingefroren, nachdem festgestellt wurde, dass über 100.000 Pfund an Spenden nicht nachvollziehbar waren und Gelder auf das private Konto von Jean O’Brien überwiesen wurden. Das Unternehmen wurde schließlich 2020 geschlossen. Die Tragische Entwicklung der Ereignisse rund um Megan Bhari, die im Jahr 2018 mit erst 23 Jahren verstarb, wurde durch eine Autopsie weiter angeheizt: Es stellte sich heraus, dass Megan kein Hirntumor hatte, sondern eine akute Herzrhythmusstörung, die mit einer Fettlebererkrankung in Verbindung stand. Die Ergebnisse der Autopsie bestätigten, dass ihr Gehirn „morphologisch normal“ war – ein Widerspruch zu den von ihrer Familie verbreiteten Angaben über ihre gesundheitlichen Probleme.

Die schwester enthüllt: ein beunruhigendes bild
Nun spricht Nina Bhari, die ältere Halbschwester von Megan, erstmals öffentlich über den Fall. In ihrem ersten Interview mit The Times beschreibt sie ein Bild einer Familie, das von Misstrauen und Unglauben geprägt ist. Sie war bereits früh von der Authentizität der Geschichten über Megan’s Krankheit zweiflig und stellt die Behauptungen ihrer Mutter und Schwester in Frage. „Ich habe von Anfang an etwas gespürt“, erinnert sich Nina. „Es fühlte sich an, als wäre alles auf einer Lüge aufgebaut.“

Die mutter – eine manipulative dynamik?
Nina beschreibt eine ungesunde Dynamik zwischen ihrer Mutter und Megan, in der Jean O’Brien, laut ihrer Angaben, Megan stark beeinflusste und ihr Leben kontrollierte. Sie berichtet von Kindheitserinnerungen, in denen Megan für ihr Alter noch sehr jung wirkte, eine Vorliebe für Disney-Filme hatte und oft in einer kindlichen Sprechweise sprach. Die Enthüllungen der BBC-Dokumentation ‚The Mother of All Cons‘ bestätigen diese Einschätzung und werfen den Vorwürfe der „fabricated or induced illness“ (FII), also der Erfindung oder Einübung von Krankheit, nach. Es wird spekuliert, dass Jean O’Brien ihre Tochter manipuliert hat, um Aufmerksamkeit und Spenden zu generieren.
Was nun?
Nina selbst hat sich nach dem Fall von ‚Believe in Magic‘ aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und erscheint in der BBC-Dokumentation ‚The Mother of All Cons‘. Die Wahrheit über die Ereignisse rund um ‚Believe in Magic‘ ist noch nicht vollständig aufgeklärt, doch Ninas Enthüllungen werfen ein düsteres Licht auf die Familiengeschichte und die Frage, wie weit die Täuschung ging. Die Beweise für die Veruntreuung von Geldern und die Manipulation von Megan Bhari sind erdrückend. Die Frage bleibt: Wie konnte es so weit kommen?
